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KLINIKERFAHRUNG EINER BETROFFENEN

Kinderkrankenhaus Park Schönfeld

Ich hatte einen Aufenthalt in dem Kinderkrankenhaus Parkschönfeld.Dieses Krankenhaus besizt eine Phychosomatrische Station. Diese Station bewohnen 11 Patienten es ist nämlich so, dass es nicht nur Magersüchtige gibt sondern auch andere Kinder die an anderen Krankheiten erkrankt sind.

Es ist wie eine große Familie für mich gewesen. Als ich in dem Vorgespräch erfahren habe, dass ich um eine sofortige Einweisung nicht mehr herum kam, brach ich in Tränen aus. Da auf der Station erst 3 Tage später ein Bett frei werden würde, lieferten sie mich sofort auf eine normale Kinderstation ein. Erst als mir ein Arzt sagte, dass ich dem Tod durch meine Eltern von der Schippe gesprungen bin, erkannte ich den Ernst meiner Lage.

Ich kann heute nur dankbar sein, dass meine Eltern das für mich getan haben. In den Gesprächen kam raus, dass ich schon seit meinem 2 Lebensjahr an Essstörungen leide. Ich habe sehr schnell begriffen, dass es so nicht weitergehen konnte, denn es ist nicht mehr schön gewesen mit Bulimie und Magersucht zu leben. Ich konnte mein Leben nicht mehr genießen. Ich würde dieses Krankenhaus gerne für alle betroffenen weiterempfehlen.

 

 

 

 

Mein Tag

6.45 Wecken (für die Magersüchtigen hieß es auf die waage)
7.15-7.45 Frühstück mit Betreuern
8.00 Morgenrunde mit Betreuern und spielen
8.15 Schule aber meistens hat jeder nur 3 Stunden täglich
10.00 Zwischenmahlzeit, wer noch Schule hat Schule bis 11.40
12.00 Mittagessen mit Betreuern
13.00-14.30 Mittagspause
15.00 Besuchszeit, Gruppentheraphie, Aktionstag oder Besprechungen
18.00 Bewegung mit Betreuern
18.30-19.00 Abendbrot mit Beteuern
19.15 Abendrunde mit Beteuern
19.30 Telefon und Fernsehzeit

Die Bettgehzeit war von 7-12 Jahren um halb neun und von 13-17 Jahren um halb zehn in den Ferien haben sich die Zeiten aber um eine halbe Stunde verschoben und am Wochennende um eine Stunde.

Morgen und Abendrunde
Jeden Morgen setzt man sich zusammen, bespricht den kommenden oder den vergangangenen Tag und erzählt den anderen, was er so erlebt hat und wie es einem geht.

Essen
Zum Essen wird man nicht gezwungen und es sitzt auch kein Betreuer neben dir und redet dir zu, dass man doch essen solle. Sie sagen zwar, dass man, wenn man sich weigert zu essen, dass man wenigstens trinken solle, aber ich denke, dass man ja genau deswegen da ist, um was zu ändern und damit sollte man auch irgendwann mal anfangen.

Wiegen
Sas Wiegen ist für die Esssgestörten täglich vor dem Frühstück zu erledigen. Davor muss man aber auf ein Urinsticks machen und den dann abgeben. Sas Wiegen kann aber nach einiger Zeit auf nur noch 2 mal in der Woche oder 1 mal in der Woche verringert werden. Das Wiegen erfolgt nur in Slip und BH oder Unterhemd.

Bewegung
Die Bewegung gibt uns die Möglichkeit mal aus der Klinik raus zu kommen, um draussen spazieren zu gehen oder spiele zu spielen. Einfach nur mal mit den anderen Spass zu haben, ob man als Magersüchtige an dem Angebot teilnehmen kann hängt alleine am Gewichtsplan ab.

Actionstag
Er findet jeden Dienstag und Freitag statt und ist Pflicht (auch wieder Gewichtsplan abhängig). Es macht riesigen Dpass weil wir entscheiden durften was wir machen wollten. Kino, Kegeln, Wandern, Eis essen usw. Es sei denn, dass das Geld nicht reicht. Jeden Monat zahlen die Eltern 10 Euro in die Actoinskasse ein aus der dann diese Sachen bezahlt werden.

Gewichtsplan
Jede Magersüchtige bekommt einen Gewichtsstufenplan angepasst und mit jedem Mehr an Gewicht darf man mehr machen. Das heißt, dass man erst ab einem bestimmten Gewicht beurlaubt wird, Ausgang bekommt, Actionstag, Bewegung mitmachen kann, an die Magensonde kommt usw. Je mehr Gewicht, um so mehr darf man machen, je weniger Gewicht, desto weniger darf man machen.

Beurlaubung
Man kan sich einen Tag oder ein Wochenende beurlauben lassen, jedoch muss man das erst mit seinem Therapeut besprechen.

Therapien

Einzelgespräche
In dieser Stunde hatte man Zeit, sich alles von der Seele zu reden und heraus zu finden wie es dazu kommen konnte.

Gruppengespräche
In der Gruppe konnte man über seine Probleme reden, wenn man wollte. Gezwungen wurde keiner.

Kunsttherapie
In dieser Art von Therapie habe ich gelernt meine Gefühle in Bilder umzusetzten. Es hat später auch sehr viel Spaß gemacht selber aus seinen Bildern zu lesen.

Körperwarnehmung
Da gingen nur wir Magersüchtigen hin. In Entspannungsübungen lernten wir unseren Körper wieder zu spüren und warzunehmen. Es wurde sehr häufig mit Massagebällen gearbeitet.

Sonstiges

Kinderkonferenz
In diesem Fall Besprechung! In der Konferenz redete man über den Actionstag, stimmte über die Bewegung ab und den wöchentlichen Einkauf. Außerdem konnte man sagen was einen störte.

Betreuer
Eigentlich sind morgens und mittags immer 3 von ihnen auf der Station. Der Nachtdienst ist allerdings alleine. Die Betreuer reden mit den Therapeuten über die Patienten. Jeder der Patienten hat 2 Bezugsbetreuer die, wenn etwas ist, alles stehen und liegen lassen und sich immer so schnell es geht Zeit für dich nehmen. Natürlich kümmern sich auch alle anderen um einen.

Zimmer
Es sind hohe und große Zimmer die modern mit Schränken und Schreibtischen eingerichtet sind. Es gibt 4 Zweierzimmer und 1 Dreierzimmer.

 

Ich hoffe das sich viele betroffenen sich für eine stationäre Behandlung entscheiden, weil nur so kann einem echt geholfen werden.Ich wünsche jedem der an dieser Krankheit erkrankt ist alles Gute und Durchhaltevermögen.

Zum Kinderkrankenhaus Park Schönfeld...

 


 

Eine Übersicht weiterer Klinikberichte findest Du hier...

 

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