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KLINIKERFAHRUNG EINER BETROFFENEN

Universitätsklinikum Charité Campus Berlin - Mitte
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters

Als ich vor zwei Jahren zu einer stationären Therapie in die Charité kam, war ich 15 Jahre alt. Ich war ja lange Zeit nicht der Meinung krank zu sein, aber als ich dann soweit war, mich in der Sprechstunde dort vorzustellen und kurz darauf auch aufgenommen wurde, da habe ich auch so etwas wie Erleichterung gespürt, denn man weiß ja insgeheim doch, das etwas nicht in Ordnung ist.


Therapien

Einzeltherapie
Hat man in der Regel einmal pro Woche, kann man auf Wunsch aber auch öfter machen. Ich fand das immer schön, weil ich meine Therapeutin sehr mochte und mir nie ausgehorcht vorkam. Eigentlich redeten wir oft über Gott und die welt, selten über mein Problem.

Gruppentherapie
Beginnt immer erst mit einer Entspannung und wird in der Regel von der Oberärztin geleitet. Oft im Zusammenhang mit Malen nach einem Thema. Ein Thema wird vorgegeben und jeder macht ein Bild dazu. Diese Bilder werden im Rahmen der Gruppentherapie ausgewertet. Alle zwei Wochen (wechselnd) mit konzentrativer Entspannung.

Konzentrative Entspannung
Das ist toll! Wird alle zwei Wochen bei einer Physiotherapeutin durchgeführt. Sie macht Entspannungsmusik an, jeder liegt auf einer Matte und entspannt sich. Es funktioniert wie: "Meine Beine werden schwer..."

Musiktherapie
Heißt nicht nach Noten spielen, sondern eher Klangmassage oder versuchern Gefühle auszudrücken. Oder auch Musikspiele, vorwiegend rythmisches Trommeln. Das macht man in einer Gruppe.

Warmschwimmen
Wenn man ein bestimmtes Gewicht erreicht hat darf man das mitmachen. Es ist der erste Sport, den man machen darf. Sehr angenehm. In einem kleinen Becken im Hochhaus der Charité - ein bisschen wie Wassergymnastik

Bewegungstherapie Gymnastische Übungen vor dem Spiegel. Soll das verdrehte Bild, das man von sich hat, wieder zurecht rücken.

Gestaltungstherapie
Hat mir persönlich viel Spaß gemacht. Es gibt einen Extra-Raum dafür, wo man töpfern, Seidenmalerei und einfach nur Malen kann.

 

Essenspläne

Essenplan
In dem ist festgelegt, was man essen soll. Den bekommt aber nicht jeder, sondern nur die, die ohne nicht klarkommen.

Essenplangespräch
Jeder erhält seine Karteikarte. Darauf steht das Datum des letzten Wiegens und das dazugehörige Gewicht. Man kann sich dann dazu äußern. Die Runde besteht aus einer Schwester, einem Arzt und einem Therapeuten. Mit der Schwester (meistens die "Bezugsschwester") wird der Essenplan besprochen und festgelegt. Der Therapeut/die Therapeutin bestimmt dann, ob und wie lange man die Station verlassen darf (nur zur Besuchszeit, Ausgang etc.)

 

Ausgang

Gruppenausgang
Findet einmal pro Woche statt und man nuß ihn sich mit fleißig zunehmen erarbeiten. Meist schnuppert man beim Gruppenausgang immer etwas Kultur, z.B. beim Besuch von Museen etc.

Einzelausgang
Zweimal pro Woche, Belohnung fürs Zunehmen. Man darf dann für einige Stunden die Station verlassen und machen was man will.

Therapeutischer Urlaub
Bekommt man, wenn man sein Zielgewicht hat. Sozusagen Wohnen zu Hause auf Probe. Danach wird man in der Regel entlassen.

 

Bezugsschwester
Bekommt jeder; meistens sind es sogar zwei, damit man an jedem Tag zu jeder Schicht eine hat, an die man sich wenden kann. Ist z.B. für die Änderung des Essenplanes zuständig.

 

Freitagsvisite
Einteilung der Dienste (z.B. Blumendienst, Tischdienst, Stuhldienst etc.), wer in der nächsten Woche mit wem am Tisch sitzt sowie Besprechung, was in der letzten Woche gut oder schlecht war.

 

Sonstiges
Mit der Aufnahme auf die Station erfolgt die Festlegung des Ausgangsgewichts (wenn man das erreicht hat, darf man "Ausgehen", z.B.an Ausflügen teilnehmen oder an den Besuchzeiten rausgehen), des Urlaubsgewichts (für den Wochenendurlaub zu Hause) und des Zielgewichts (Entlassungsgewicht, muß nach Erreichen noch 2 Wochen gehalten werden). Anfangs darf man zweimal pro Woche angerufen werden und besucht werden, wenn man dann Ausgang hat, darf man selbst telefonieren.

Zur Universitätsklinik Charité (Kinder- und Jugendalter)...

 

 

Eine Übersicht weiterer Klinikberichte findest Du hier...

 

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